Künstliche Intelligenz oder natürliche Resilienz?
Smartphones, Avatare und Lernroboter im Unterricht: Eine gute Idee? Gesprächskreis der Bildungspolitik der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW (20.4.2026):, Video-Aufzeichnng und Folien.
Über die notwendige Besinnung auf das Erziehen und Unterrichten
Smartphones, Avatare und Lernroboter im Unterricht: Eine gute Idee? Gesprächskreis der Bildungspolitik der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW (20.4.2026):, Video-Aufzeichnng und Folien.
Wer sich wundert, warum Deutschland beim Schutz der Kinder und Jugendlichen (Stichwort Regeln für die Smartphone- und Social Media-Nutzung Minderjähriger ) vor den kommerziellen Interessen der Tech-Monopole so massiv hinterherhinkt, sollte schauen, wer in der Berliner Republik das Sagen hat: Lobbyarbeit als Bildungspolitik.
Auch bei KI: Es bleibt die Frage nach den richtigen Fragen. Von Susanne Rohland
Zuerst erschienen in Lunapark21 – zeitschrift zur kritik der globalen ökonomie, Heft 68 (Frühjahr 2026) mit dem spezial Mustererkennung: KI, Technik, Herrschaft.
Endlich wird auch in Deutschland parteiübergreifend über die notwendige Einschränkung und Regulierung von „Social Media“ debattiert. Das Ziel sind verbindliche Regeln für digitale und netzbasierten Medien für Minderjährige, wie es für alle anderen Medien Praxis ist.
Seit November 2022 sind Apps der „generativen Künstlichen Intelligenz“ (genAI) auf dem Markt. Wie nicht anders zu erwarten, fordern Anbieter, Wirtschaftsverbände und die üblichen Stiftungen den KI-Einsatz in Schulen und Bildungseinrichtungen, begleitet von den üblichen Digitalenthusiasten, Influencer und „Bildungsaktivisten“. Dumm nur, dass man wenig lernt, wenn man diese „Bullshit Generatoren“ (Stallmann, 2026) im Unterricht und (Hoch)Schulen einsetzt statt sich selbst etwas zu erarbeiten.
Warum Klarnamen im Web für den demokratischen Diskurs notwendig sind.
Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, plädiert für Klarnamen im Netz aus, So könnten Hass und Hetze eingedämmt, die Diskurskultur im Netz rationaler gestaltet, das Netz „entgiftet“ werden. Sofort kommt Widerspruch aus Internet-Community und Presse – als sei Meinungsfreiheit an das Recht auf Anonymität gekoppelt oder man müsse in sozial nur genannten Medien aktiv sein, um diese zu kritisieren. Eine Gegenrede.
In Australien gilt seit dem 10. Dezember 2025 das weltweit erste Verbot für kommerzielle Social-Media-Angebote für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Erst ab diesem Alter dürfen Dienste wie Facebook, Instagram & Co. genutzt werden. (1). Der entscheidende Schachzug der australischen Regierung: Die Anbieter selbst müssen die Altersabfrage organisieren und sicher stellen, dass geltende Rechtsnormen eingehalten werden.
Warum beim Schreiben von Leitartikeln logisches Denken helfen würde. Im Spiegel vom 29.10.2025 titelt Armin Himmelrath, Künstliche Intelligenz (KI) gehöre nicht nur als Thema, sondern als technisches Hilfsmittel ins Abitur. Analoge Klausuren seien ein Irrweg. Die Argumentation ist so technikdeterministisch wie in der Sache falsch. Replik auf einen Spiegel-Leitartikel. Von Ralf Lankau
Schüler-ID und Bildungsverlaufsregister als Instrumente der Normierung und Standardisierung von Kompetenzen. Zu den Untoten der technikaffinen Bildungsbürokratie gehört die Fiktion, Lernprozesse und ganze Bildungsbiographien nach ökonomischen Prinzipien organisieren, durch Medien(technik) standardisieren und durch kleinteilige Prüfung und Vermessung Lernleistungen und Lernerfolge steuern zu können. Gemeinsam ist diesen Ansätze aus Ökonomie und IT die De-Humanisierung von Schule und Unterricht durch Datafizierung und die Logik der IT. Kommentar von Ralf Lankau.
Wie KI und Bots die Welt retten (sollen) – und was der Haken an der Sache ist. in: Schäffer, B., Lieder, F.R. (Hrsg.) Maschinen wie wir? (Springer Gabler, Wiesbaden)