Wer hat die Definitionsmacht über die Schulen übernommen?

Was in der Schule gelehrt und wie unterrichtet wird, bestimmt inzwischen ein kleiner Bildungszirkel: bürokratisch abgeschottet, akademisch abgehoben und weitgehend abgekoppelt von der Schulwirklichkeit. Für die Lehrer, Schüler, Eltern sowie die Wirtschaft und Gesellschaft sind die Folgen verheerend. Interview von Beat Schaller mit Carl Bossard vom 10. November 2025 (sichtweisenschweiz.ch)

Hilfeschrei der Wissenschaft gegen systematischen Betrug durch KI

Immer mehr KI-generierte Bücher, Podcasts, Websites und Videos verändern die Wahrnehmung der User und den öffentlichen Diskurs. Auch die Wissenschaft wird durch Hunderttausende von gefälschten Studien in ihrem Kern – der Suche nach validen, beleg- und prüfbaren Aussagen – diskreditiert. Mit der Stockholm Declaration versucht eine Gruppe von Forschern, den organisierten Wissenschaftsbetrug zu stoppen.

Jugendliches Humankapital als Basis der Wertschöpfung

Der ökonomistische Blick auf junge Menschen und Schule. Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. über die ökonomische Bedeutung der psychischen Gesundheit von Schülerinnen und Schülern. (IW-Report 49/2025)

Kompetenzen und die antike Sophistik

Die Kompetenz- und Outputorientierung im Bildungswesen sollten einen kategorialen Umbruch markieren. In einem Vergleich zeigt sich hingegen, dass der ausgerufene Paradigmenwechsel tatsächlich auch ein Rückgriff auf ein altes Konzept ist, nämlich auf das Bildungsprogramm der antiken Sophistik. Insofern ist fraglich, ob der gegenwärtigen Umsteuerung ein innovativer Charakter attestiert werden kann. Beitrag von Dr. Burkard Chwalek

Die Mikroprozesse des Lernens sind anspruchsvoll

Wenn das Lernen sein Gewicht verliert. Die Bildungsausgaben in der Schweiz steigen, die Lernleistungen sinken. Das erstaunt; gleichzeitig bleibt die Suche nach Gründen oberflächlich und auf der Makroebene. Das eigentliche Problem liegt im Kleinen, in der Mikroebene des Lernens. Hier entscheidet sich, ob die Schule ihren Kernauftrag erfüllt. Von Carl Bossard

Die Bildungskatastrophe vertieft sich: Absturz auch in den MINT-Fächern

Die IQB – Studie (2024) dokumentiert nun den Bankrott der MINT-Orientierung und der neoliberalen Ökonomisierung der Bildung. Zwischen 2018 und 2024 sind die Leistungen in den mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern weiter gesunken. Die Anzahl der Schüler, die Mindeststandards nicht erreichen, ist gestiegen. Von Peter Hensinger

Erschütternde Ergebnisse der letzten IQB Studie 2025 in MINT Fächern

Die Reaktionen von Bildungsforschung und Bildungspolitik auf die Ergebnisse waren in der Tat billig, dämlich und allesamt falsch. Grund: IQB Vergleichsdaten, PISA oder TIMSS Daten sind nur mit voluminösem Hintergrundwissen vorsichtig als Hinweis auf Ursachen zu verstehen. Von Prof. Dr. Rainer Dollase

Maschinen wie wir und Menschen als Maschinen

Wie KI und Bots die Welt retten (sollen) – und was der Haken an der Sache ist. in: Schäffer, B., Lieder, F.R. (Hrsg.) Maschinen wie wir? (Springer Gabler, Wiesbaden)

Die pädagogische Wende (Beitrag)

oder: Über die notwendige Besinnung auf das Erziehen und Unterrichten. Erweiterte Schriftfassung des Vortrags am 5. September 2024 bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Frankfurt im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Vom (Un)Sinn ökonomisierter Bildung: Pädagogik zwischen Technisierung und Resonanz“ der Arbeitsgruppe „Gegen die Ökonomisierung der Bildung“ an der Universität Frankfurt (6 Veranstaltungen von September 2024 bis Februar 2025).