Kein Leserbrief: KI in der Grundschule – eine gute Idee?

Zu früh? Oder gar zu spät? So beginnt ein (Werbe)Beitrag in der Rubrik „unterrichtspraxis“ der GEW-Zeitschrift „bildung&wissenschaft“ (Heft 5/2026) zur Frage, ob KI schon in der Grundschule als Thema und Anwendung verankert werden müsse. Die Antwort (samt z.T. kostenpflichtiger Downloadangebote) lautet schlicht „Ja“ – und ist schlicht falsch.

„Menschlichkeit in den Mittelpunkt: Durch Bildung KI entwaffnen!“

Professor Klaus Zierer zieht erziehungswissenschaftliche Konsequenzen aus der Enzyklika „Magnifica humanitas“ (MH) von Papst Leo XIV: „Humanistische Wende in der Pädagogik ist überfällig“. Pressemitteilung vom 28.05.2026

Offener Brief an Bundesministerin Prien und die Expertenkommission

Das Bündnis für humane Bildung kritisiert in seiner Stellungnahme „Erstaunliche Diskrepanz zwischen Erkenntnis und Folgerung“ das Gutachten der Prien-Kommission „Kinder und Jugendschutz in der digitalen Welt“ als Kniefall vor der Absatzinteressen der IT-Branche. Frau Prof.’in G. Teuchert-Noodt kritisiert die Vorschläge der Kommission aus Sicht der Gehirnforschung.

„Angst muss man nicht vor Maschinen haben, sondern vor den Menschen, die sie entwickeln und missbrauchen.“

Der Papst warnt in seiner ersten Enzyklika vor existenziellen Risiken der Künstlichen Intelligenz für Individuen und Völker. Ralf Lankau hofft auf neue Impulse in der Diskussion. Zugleich ist er sicher: Widerstand ist möglich! Mit ihm sprach Ralf Wurzbacher.

Die Päpste und die KI

Positionen der Katholischen Kirche zur Künstlichen Intelligenz. Von Andreas Büsch. Erschienen in: RUplus – Magazin für den Religionsunterricht, 27. April 2026 (reliplus.de) des Bistums Mainz

Wenn Alarmglocken stumm bleiben

Ein Aushilfslehrer schildert im Schweizer Monat verstörende Erfahrungen aus dem Schulalltag: schwierige Klassen, erschöpfte Lehrkräfte, eine Pädagogik auf der Flucht vor Autorität. Erstaunlich ist nicht nur der Bericht. Erstaunlich ist vor allem das Schweigen darauf. Von Carl Bossard.

Fake-Studie zu ChatGPT-Vorteilen im Unterricht (zurückgezogen von Springer Nature)

Springer Nature zieht eine Meta-Analyse zurück, die große Lerneffekte durch ChatGPT belegen sollte. Der Grund: Die Studie sei wissenschaftlich nicht haltbar, der Herausgeber habe Bedenken hinsichtlich der Unstimmigkeiten in der Metaanalyse und die methodischen Probleme würden das Vertrauen in die Validität der Analyse und der darauf basierenden Schlussfolgerungen untergraben.

Fortschritt wohin?

Künstliche Intelligenz stellt Effizienz- und Machtfragen neu. Von Klaus Meier
Zuerst erschienen in Lunapark21 – zeitschrift zur kritik der globalen ökonomie, Heft 68 (Frühjahr 2026) mit dem spezial Mustererkennung: KI, Technik, Herrschaft.