Vom Unterrichten zum Bildungscontrolling

oder: Über die Blindheit gegenüber den Zielen der „Digitalisierung von Schulen“. in: A. Schirlbauer, G. Varelija und H. Schopf (Hrsg.) (2018) Zeitgemäße Pädagogik. Verlust und Wiedergewinnung der “einheimischen Begriffe”. Löcker, Wien 2018

Teaching per Web und App: Freiheit ist gut, Kontrolle ist besser

Prozesse des Lehrens und Lernens zu digitalisieren ist kein Fortschritt, sondern die Wiedereinführung von Drill und Kontrolle, diesmal durch Algorithmen und das Arbeiten an Display und Touchscreen.

Wie man das Feld der Bildungsmärkte bestellt

Propaganda ist die Methode, Menschen glauben zu machen, sie würden von sich aus wollen, was sie Digitaltechniken, explizit bei der Berichterstattung über „digitales Lernen“ und MOOC (Massive Open Online Courses). Statt Analyse und Faktenvermittlung stehen Meinungsformung und Suggestion auf der Agenda. Doch wie formulierte Paul Sethe treffend: „Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihun-
dert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“ (Der Spiegel 5. Mai 1965, Nr. 19, S. 18)

Google & Co.: Datenprostitution schon für Kinder

Der Smartphone-Wunsch eines Kindes sie schnell erfüllt, schreibt Uwe Ebbinghaus in der FAZ. Von der gängigen Software für diese Geräte sei jedoch aus Gründen des Kinderdatenschutzes dringend abzuraten.

Brave new digital world

Technologischen Totalitarismus nennt EU-Präsident Martin Schulz das, was amerikanische Monopole wie Apple, Amazon und Google u.a. nicht nur planen, sondern bereits einsetzen. Shoshanna Zuboff benennt als die drei Ziele der digitalen Entwicklung: „Automatisierung, Digitalisierung, Kontrolle“. (Zuboff‘sche Gesetze) daher gilt: Nicht das technisch Mögliche, sondern das demokratisch Gewollte und zu Verantwortende muss Primat der Netzpolitik werden.

Das Schreiben verlernen – schon in der Grundschule

“Was möchtest du heute machen, ein Schleichdiktat oder eine Rechenaufgabe?“” Heike Schmoll beschreibt in der FAZ vom 8. Juli 2014, wie Grundschulkinder das Schreiben verlernen.