Brave new digital world

Technologischen Totalitarismus nennt EU-Präsident Martin Schulz das, was amerikanische Monopole wie Apple, Amazon und Google u.a. nicht nur planen, sondern bereits einsetzen. Shoshanna Zuboff benennt als die drei Ziele der digitalen Entwicklung: „Automatisierung, Digitalisierung, Kontrolle“. (Zuboff‘sche Gesetze) daher gilt: Nicht das technisch Mögliche, sondern das demokratisch Gewollte und zu Verantwortende muss Primat der Netzpolitik werden.

Das Schreiben verlernen – schon in der Grundschule

“Was möchtest du heute machen, ein Schleichdiktat oder eine Rechenaufgabe?“” Heike Schmoll beschreibt in der FAZ vom 8. Juli 2014, wie Grundschulkinder das Schreiben verlernen.

Dank Kompetenzorientierung: Abitur für alle

Was Bildungsplotiker in der Regel leugnen, lässt sich statistisch belegen. Eine noch unveröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, dass nicht nur die Anzahl der Abiturienten mit jedem Jahr steigen, sondern auch die Abiturnoten.

Propaganda, Medien, Märkte

Propaganda ist die Methode, Menschen glauben zu machen, sie würden von sich aus wollen, was sie wollen sollen, so jedenfalls Edward Bernay (1928). Diese Form der Propaganda erlebt man derzeit bei Digitaltechniken, explizit bei der Bericht­erstat­tung über “digitales Lernen” und MOOC (Massive Open Online Courses).

Medien gestalten im Kontext digitaler Technik.

Gegenwärtige Praxis und Alternativen. In: bwp@ Spezial 6 – Hochschultage Berufliche Bildung 2013, Fachtagung 13, hrsg. v. BUETHER, A./ HEINEN, U., 1-18.

Wenn Technokraten „Bildung“ planen

Aus vielfältigen europäischen Bildungslandschaften werden durch den “Akademisierungs­wahn” zunehmend standardisierte Monokulturen. Wie so etwas konkret aussieht, kann man im Beitrag von Rudolf Maresch “Warum alle studieren sollen” nachlesen.

Bildung von der Stange (2013)

Glaubt man Jörg Dräger vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), kann man „Bildung wie Anzüge von der Stange“ kaufen. So jedenfalls beginnt er seinen Beitrag in der ZEIT vom 21. November 2013, um neben der „Digitalisierung der Bildung“ deren „Personalisierung“ das Wort zu reden.

MOOC & Co. oder: Das Lernen verlernen

Wer in der Presse über MOOC (Massive Open Online Courses: Lehrvideos und Begleitmaterial im Netz) liest, kann sich vor Superlativen kaum retten. „Ein digitaler Tsunami. The next big thing. Eine Revolution.“ …

Schulen im Netz der Datensammler

Es ist erstaunlich, wer alles von der „vernetzten Welt“, vom globalen Dorf und dem grenzenlosen Austausch von Information spricht, immer weitere Vernetzungen fordert und gleichzeitig blind ist für das tatsächlich schon aufgespannte Netz, in dem wir zappeln. Ein Teilaspekt dieser Digital- und Netzeuphorie sowie deren Folgen betrifft schon jetzt die (Hoch)Schulen.

Digitales Lernen: Geschäftsmodell statt Unterricht?

„Digitales Lernen“ war eines der Hauptthemen der Didacta im Februar in Köln. „Digitales Lernen“ ist der Titel eines Berliner Magazins und auch der Titel eines Gastbeitrags eines Karlsruher Kollegen dort. Wer recherchiert, wird weitere Beispiele für „digitales Lernen“ finden. Man muss einen Beitrag über „Digitales Lernen“ daher heute zwangsläufig mit einer Banalität beginnen: Kein Mensch lernt digital.