Der Elfenbeinturm hisst die weiße Fahne

Im Frühjahr 2021 hat die Kultusministerkonferenz eine „Ständige Wissenschaftliche Kommission“ berufen, ausschließlich Vertreterinnen und Vertreter der empirischen Bildungsforschung. Die notwendige Vielfalt der wissenschaftlich begründeten Perspektiven auf das Schulsystem fehlt auch in der Stellungnahme „Empfehlungen zum Umgang mit dem akuten Lehrkräftemangel“.

Vom Unterrichten zum Bildungscontrolling

oder: Über die Blindheit gegenüber den Zielen der „Digitalisierung von Schulen“. in: A. Schirlbauer, G. Varelija und H. Schopf (Hrsg.) (2018) Zeitgemäße Pädagogik. Verlust und Wiedergewinnung der “einheimischen Begriffe”. Löcker, Wien 2018

Ein bornierter Bildungsbegriff

Einen bornierten Bildungsbegriff bescheinigt der Dirigent Kent Nagano den Ländern, die ihr Bildungssystem am PISA-Diktat ausrichten. Ein Land gelte als vorbildlich, wenn es beim normierten und normierenden Pisa-Test gut abschneide.

Teaching per Web und App: Freiheit ist gut, Kontrolle ist besser

Prozesse des Lehrens und Lernens zu digitalisieren ist kein Fortschritt, sondern die Wiedereinführung von Drill und Kontrolle, diesmal durch Algorithmen und das Arbeiten an Display und Touchscreen.

Wie man das Feld der Bildungsmärkte bestellt

Propaganda ist die Methode, Menschen glauben zu machen, sie würden von sich aus wollen, was sie Digitaltechniken, explizit bei der Berichterstattung über „digitales Lernen“ und MOOC (Massive Open Online Courses). Statt Analyse und Faktenvermittlung stehen Meinungsformung und Suggestion auf der Agenda. Doch wie formulierte Paul Sethe treffend: „Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihun-
dert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“ (Der Spiegel 5. Mai 1965, Nr. 19, S. 18)

Qualitätsmanagement in Schulen als verdeckte Steuerung

In vielen Bundesländern sind im Gefolge von PISA Verfahren sogenannter „Qualitätssicherung“ eingeführt worden. Die Stellungnahmen der Kollegen Burchardt, Felten und Krautz für das Ministerium im Rahmen der Landtags-Anhörung in Nordrhein-Westfalen zeigen den Widersinn dieser Maßnahmen.

Die neue Finn-Schrift: Druckbuchstaben und tippen am Display

In Finnland lernen Kinder ab 2016 keine Schreibschrift mehr: zu mühsam und nicht zeitgemäß. Das Schreiben mit Druckbuchstaben und Tippen am Touchscreen sei völlig ausreichend, meint das Bildungsministerium. http://bildung-wissen.eu/kommentare/die-neue-finn-schrift-druckbuchstaben-und-tippen-am-display.html (21. Januar 2015)

ICILS – Digital-Adventisten am Schul-Tor

Wieder einmal wird eine internationale, empirische Studie zu Schulleistungen veröffentlicht, die International Computer Information and Literacy Study (ICILS). Achtklässler aus 19 Ländern sollten im Test zeigen, welche Programme sie bedienen…

Google & Co.: Datenprostitution schon für Kinder

Der Smartphone-Wunsch eines Kindes sie schnell erfüllt, schreibt Uwe Ebbinghaus in der FAZ. Von der gängigen Software für diese Geräte sei jedoch aus Gründen des Kinderdatenschutzes dringend abzuraten.