Bundesregierung beschließt Eckpunktepapier: Jetzt kommt das KI-Seepferdchen!

Erst haben wir die Kinder den Smartphones überlassen. Jetzt überlassen wir ihr Denken der Künstlichen Intelligenz. Und hinterher sind wieder alle überrascht. Von Peter Hensinger

13 Jahre? Altersgrenze für Social Media muss höher sein

(A)soziale Medien sind gezielt als Suchtprodukte konzipiert. Wir müssen Kinder und Jugendliche endlich schützen – doch beim „EU Kids Act“ gibt es Verbesserungsbedarf. Gastkommentar von Peter G. Kirchschläger, zuerst veröffentlicht in „Die Presse“ vom 24.09.2026

Generative KI und frühkindliche Bildung: Erkenntnisse aus der Smartphone-Generation

Wenn schon Kinder ChatGPT oder andere KI-Bots der generativen KI nutzen, entmündigen und „entqualifizieren“ sie sich selbst (kognitives Offloading) statt sich die Grundlagen für selbstbestimmte Lernbiographien zu erarbeiten. Von Octavian‑Mihai Machidon, Fakultät für Informatik und Informationswissenschaften, Universität Ljubljana, Ljubljana, Slowenien

Handyverbot an Frankreichs Gymnasien zum neuen Schuljahr

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat ein entsprechendes Gesetz zum neuen Schuljahr in Kraft gesetzt. Das Handyverbots galt bereits für die Grund- und Mittelstufe und wird jetzt für die Gymnasien übernommen.

Kinderärzte fordern harte Regeln gegen Social Media

Deutschlands Kinder- und Jugendärzte fordern zum Schutz Jugendlicher „harte Regeln“ gegen soziale Medien. Interview mit Jakob Maske, Sprecher des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in: Neue Osnabrücker Zeitung vom 08.08.2026 (u.a.)

Weitere Millionenstrafe gegen Meta wg. Kindesgefährdung

Ein Gericht im US-Bundesstaat New Mexico hat den Facebook-Mutterkonzern Meta aufgrund mangelnden Kinderschutzes zur Zahlung von 567 Millionen Dollar verurteilt. Das Unternehmen wurde bereits im im März 2026 zu einer zivilrechtlichen Strafe von 375 Millionen Dollar verurteilt, weil Geschworene entschieden hatten, dass Meta wissentlich die psychische Gesundheit von Kindern geschädigt und Informationen über sexuelle Ausbeutung von Kindern auf seinen Plattformen verschwiegen habe.

Frühe Nutzung sozial nur genannter Medien mindert Schulleistung

Eine Studie mit über 5000 Schülern bestätigt (einmal mehr), was „an sich“ jeder weiß: Wer seine Zeit auf Zeitfressern wie TikTok, Instagram und Co. vertrödelt, kann in dieser Zeit nichts Sinnvolles tun, Lernen zum Beispiel, Sport treiben oder mit anderen spielen. Bekannt als Zeitverdrängungsthese zeigt die italienische Studie Minderleistungen in Schulfächern als Folge der Bildschirmzeiten nach.

Kinder, Mobiltelefone und Leseverständnis

Studie der University of California (UCLA), Los Angeles (USA): Müssen Eltern den Smartphone-Kauf für ihre Kinder noch einmal überdenken? Bereits der Besitz und Zugang zu Smartphones stört die Konzentration

“To me, a little AI-‘Seahorse’ is not only a waste of time, but actually a disservice to children’s education.

Interview with Prof. Dr. Klaus Zierer on the recommendations for action proposed by the German expert commission “Protection of Children and Youth in the Digital World”. (English translation by Raul Guerreiro)

Der Deutsche Ethikrat und digitale Medien

Anmerkungen zur Ad-hoc-Stellungnahme „Schutz, Teilhabe und Befähigung von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt“ des Ethik-Rats. Die Presse verkürzt auf „Ethikrat gegen Social-Media-Verbot“. Im Text steht Gegenteiliges: „Der Ethikrat plädiert für ein risikobasiertes und abgestuftes Schutzkonzept, dass neben sozialen Medien auch andere digitale Angebote einbezieht, deren jeweilige Risiken analysiert und jeweils angepasste Schutzmaßnahmen etabliert“. (dpa)