Beziehungslose Akteure

Wie die Interaktion mit Künstlicher Intelligenz den Bildungsbegriff weiter verändert.
Der schulische Einsatz von KI, insbesondere von ChatGPT, unterläuft die notwendigen Lern- und Bildungsprozesse und höhlt insbesondere den Begriff der Bildung selbst aus. Die Nutzer-Sprachmaschine-Interaktion ist von Beziehungslosigkeit geprägt und setzt die genuin menschlichen Eigenschaften beim Kommunizieren (Dialogizität, Denken, Sprache, Erfahrungen, Wissen, Autorschaft und Kreativität) unter Druck, ja stellt sie gar in Frage. Bildsame Lernprozesse mit der KI bestehen jedoch in sozialer Beziehungsarbeit, in einem Lernen über die Sprachmaschine auf einer Metaebene sowie in einem Vertrauen in die Pädagogen. Von Markus Reinisch.

Social Media erst ab 16: Die juristisch relevanten Argumente

In Australien gilt seit dem 10. Dezember 2025 das weltweit erste Verbot für kommerzielle Social-Media-Angebote für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Erst ab diesem Alter dürfen Dienste wie Facebook, Instagram & Co. genutzt werden. (1). Der entscheidende Schachzug der australischen Regierung: Die Anbieter selbst müssen die Altersabfrage organisieren und sicher stellen, dass geltende Rechtsnormen eingehalten werden.

Der Schneefall als Manifestation des Unverfügbaren

«Gibt es dieses Jahr weisse Weihnachten?» Die Frage beschäftigt viele. Schon Wochen im Voraus werden Meteorologen bestürmt und bekniet. Doch erzwingen lässt sich der Schnee nicht, punktuell herstellen schon. Gedanken zur Unverfügbarkeit in Schule und Gesellschaft. Von Carl Bossard

Pädagogik zwischen Technisierung und Resonanz

Publikation der AG „Gegen die Ökonomisierung der Bildung“ in der GEW Hessen, erschienen im Dezember 2025. Das Arbeitsgruppenteam: Dr. Gabriele Frenzel, Maria Heydari, Günter Köhler, Thomas Sachs, René Scheppler, Herbert Storn, Eva Maria Wehrheim.

Warum Australiens Social-Media-Verbot richtig ist

Australien wagt einen Schritt, den Deutschland bislang scheut: Ein konsequentes Verbot sozial sich nur nennender Medien für Kinder und Jugendliche. Das Gesetz trat am 10. Dezember 2025 in Kraft und verbietet Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren die Nutzung bestimmter Social-Media-Plattformen wie Instagram, TikTok und Snapchat. Von Peter Hensinger

KI in der Schule. Lernhilfe oder falsche Versprechen?

Im November 2022 wurde ChatGPT publiziert, sofort als notwendige Technik für Schulen reklamiert. Die Diskrepanz zwischen Versprechen und Realität untersucht Manfred Spitzer in seinem Beitrag zu „KI in der Schule. Lern-Verstärker oder Betrugs-Turbo?“ (in: Nervenheilkunde 2025; 44, S. 745-755).

Menschliche Intelligenz, nicht KI, gehört ins Abitur

Warum beim Schreiben von Leitartikeln logisches Denken helfen würde. Im Spiegel vom 29.10.2025 titelt Armin Himmelrath, Künstliche Intelligenz (KI) gehöre nicht nur als Thema, sondern als technisches Hilfsmittel ins Abitur. Analoge Klausuren seien ein Irrweg. Die Argumentation ist so technikdeterministisch wie in der Sache falsch. Replik auf einen Spiegel-Leitartikel. Von Ralf Lankau

Jugendliches Humankapital als Basis der Wertschöpfung

Der ökonomistische Blick auf junge Menschen und Schule. Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. über die ökonomische Bedeutung der psychischen Gesundheit von Schülerinnen und Schülern. (IW-Report 49/2025)