Warum Bildschirme das Lernen beeinträchtigen. Ein zentraler Mechanismus

Anfang des Jahres 2026 erklärte der Neurowissenschaftler Jared Cooney Horvath in einer schriftlichen Stellungnahme vor dem US-Senatsausschuss für Handel, Wissenschaft und Verkehr, dass die Gen Z (Generation Z) trotz ihres beispiellosen Zugangs zu Technologie kognitiv weniger leistungsfähig sei als frühere Generationen. Diese Generation sie die die erste in der modernen Geschichte, die in standardisierten Tests schlechter abschneide als die vorherige.

Die Rückkehr der Kreidezeit

Eine Allianz von Fachleuten will in der Schweiz eine Debatte über wirksamen Unterricht, Lesenlernen und Bildungsqualität anstossen. Die Reaktion darauf zeigt allerdings vor allem eines: Wer heute systematisches Lernen verteidigt, gerät erstaunlich schnell unter Restaurationsverdacht. Das verrät viel über die heutige Diskurskultur. Von Carl Bossard.

Künstliche Intelligenz oder natürliche Resilienz?

Smartphones, Avatare und Lernroboter im Unterricht: Eine gute Idee? Vortrag und Diskussion (online). Gesprächskreis Bildungspolitik in der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Montag, 20. April 2026, 18:00 Uhr (online).

Wenn die Wirklichkeit stört

Der oberste Schulleiter der Schweiz, Thomas Minder, fordert die Abschaffung von Gymnasialprüfungen und frühen Selektionen, ja des sogenannten Langzeitgymnasiums generell. Er stellt damit ein zentrales Element der schulischen Lernleistungslogik in Frage. Von Carl Bossard

Schule und Individualisierung

Buchempfehlung: Helmwart Hierdeis & Achim Würker (Hg.) (2026) Schule und Individualisierung. Zwischen Selbstentfaltung und Optimierungsdruck. Mit Beiträgen von Stine Albers, Günther Bittner, Helmwart Hierdeis, Ralf Lankau und Achim Würker.

Vom Verlust geschützter Räume:

Längst haben wir uns daran gewöhnt. Ohne Handys und Co geht nichts mehr. Ob auf dem Heimweg, in der U-Bahn, im Wartezimmer beim Arzt, im Lehrerzimmer, beim Spaziergang, Handys belästigen mit unnötig lauter Geräuschkulisse, entbehrlichen Informationen und unfreiwilliger Teilnahme an Minifilmchen. Von Eva Maria Wehrheim, in FLZ Nr. 01-2026, Jahrgang 48, März 2026, S. 6

Mut zu Zwischentönen in der Bildung

Alternativlos – ein grosses Wort für eine kleine Gewissheit. Es verspricht Klarheit, wo in Wirklichkeit Ambivalenz herrscht. Diese Sehnsucht nach Eindeutigkeit prägt auch das Bildungswesen. Doch Bildung beginnt dort, wo Eindeutigkeit endet. Von Carl Bossard

Sprache als Bildungsaufgabe der Demokratie

Immer mehr Texte werden in «leichter Sprache» angeboten – von Behördeninformationen bis zu Klassikern der Literatur. Die Absicht ist ehrenwert: möglichst viele Menschen sollen verstehen, was geschrieben steht. Doch die Vereinfachung wirft eine grundsätzliche Frage auf: Was geht verloren, wenn Sprache nur noch leicht sein soll? Von Carl Bossard