Der Schneefall als Manifestation des Unverfügbaren

«Gibt es dieses Jahr weisse Weihnachten?» Die Frage beschäftigt viele. Schon Wochen im Voraus werden Meteorologen bestürmt und bekniet. Doch erzwingen lässt sich der Schnee nicht, punktuell herstellen schon. Gedanken zur Unverfügbarkeit in Schule und Gesellschaft. Von Carl Bossard

Pädagogik zwischen Technisierung und Resonanz

Publikation der AG „Gegen die Ökonomisierung der Bildung“ in der GEW Hessen, erschienen im Dezember 2025. Das Arbeitsgruppenteam: Dr. Gabriele Frenzel, Maria Heydari, Günter Köhler, Thomas Sachs, René Scheppler, Herbert Storn, Eva Maria Wehrheim.

KI in der Schule. Lernhilfe oder falsche Versprechen?

Im November 2022 wurde ChatGPT publiziert, sofort als notwendige Technik für Schulen reklamiert. Die Diskrepanz zwischen Versprechen und Realität untersucht Manfred Spitzer in seinem Beitrag zu „KI in der Schule. Lern-Verstärker oder Betrugs-Turbo?“ (in: Nervenheilkunde 2025; 44, S. 745-755).

Die Mikroprozesse des Lernens sind anspruchsvoll

Wenn das Lernen sein Gewicht verliert. Die Bildungsausgaben in der Schweiz steigen, die Lernleistungen sinken. Das erstaunt; gleichzeitig bleibt die Suche nach Gründen oberflächlich und auf der Makroebene. Das eigentliche Problem liegt im Kleinen, in der Mikroebene des Lernens. Hier entscheidet sich, ob die Schule ihren Kernauftrag erfüllt. Von Carl Bossard

Digitale Werkzeuge und KI im schulischen Kontext

Dieser Beitrag betrachtet einige Aspekte der Nutzung von algorithmischer Steuerung des in Deutschland noch weitgehend staatlichen Bildungswesens. Dabei ist zu unterscheiden, ob die Anwendungen als Hilfestellung für Lehrende und Lernende oder als Programme für Lernende mit gleichzeitiger Bewertung und Analyse des Lernerfolgs genutzt werden können bzw. sollen. Entscheidend für die Bewertung algorithmischer Lernprogramme ist damit letztlich das Verständnis von Bildung. Von Erich Goldberg, Bielefeld.

Die pädagogische Wende (Interview)

oder: Über die notwendige Besinnung auf das Erziehen und Unterrichten. Interview von Peter Hensinger (diagnose funk) mit Professor Dr. Ralf Lankau über seinen Beitrag zur pädagogsichen Wende und die Expertenkomission zu digitalen Medien.

Zu viel Bildschirmzeit: Jugendliche brauchen (und erwarten) Hilfe

Kinder und Jugendliche verbringen (wie ihre Eltern) zu viel Zeit am Smartphone. Das bestätigt erneut eine aktuelle Vodafone-Jugendstudie. Zu fragen ist allerdings, warum ein Telekommunikationsanbieter solche Studien finanziert? Die notwendigen Forderungen – verpflichtende Altersgrenzen für Social Media, Einschränkung suchterzeugender Funktionen, Verbot der Profilierung Minderjähriger u.a. als Vorsorge gegen dysfunktionale Bildschirmmediennutzung – hat die Leopoldina bereits in ihrem Arbeitspapier vom August 2025 begründet. Von Ralf Lankau

Studie: Kurzvideonutzung verringert den Lernerfolg

In zwei Studien der TU Braunschweig wurde der Lerneffekt kurzer Erklärvideos getestet. Die Ergebnisse sind so erwartbar wie ernüchternd. Visuelle Informationssnacks förderten eine oberflächliche Lernstrategie, tiefergehendes Nachdenken und nachhaltig verankertes Wissen erzeuge der Videokonsum  hingegen nicht.