Den Elefanten im Raum nennt niemand

Wir sind gut. Und wir werden schlechter. Das klingt wie ein Widerspruch. Ist es aber nicht. Die Schweiz liegt bei PISA weiterhin über dem OECD-Durchschnitt. Gleichzeitig sinken die Leistungen der 15-Jährigen in Lesen und Mathematik. Lehrbetriebe berichten von wachsenden Lücken bei Lernenden. Von Carl Bossard

Meta: Noch mal den Kopf aus der Schlinge gezogen …

Warum der „Deal“ der US-Behörden mit Meta dem Unternehmen nutzt und konsequenten Jugendschutz verhindert. Zwar muss Meta bis zu 16,7 Mrd. US-Dollar bezahlen und Funktionen seiner Social Media-Tools Facebook und Instagram ändern. Doch ist das wenig im Vergleich zu schon jetzt angerichteten Schäden und vor allem ein Freibrief für weitere Geschäfte. Immerhin zeigt sich, dass der juristische Weg gegen Tech-Konzerne erfolgreich ist und Vorbild für Deutschland und Europa sein sollte, auch wenn mit neuen Tricks und „features“ der Tech-Monarchen zu rechnen ist.

Kinderärzte fordern harte Regeln gegen Social Media

Deutschlands Kinder- und Jugendärzte fordern zum Schutz Jugendlicher „harte Regeln“ gegen soziale Medien. Interview mit Jakob Maske, Sprecher des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in: Neue Osnabrücker Zeitung vom 08.08.2026 (u.a.)

Bundesregierung muss Handlungsempfehlungen der Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ als ungenügend zurückweisen

Das Bündnis für humane Bildung, ein Netzwerk von Pädagogen, Psychologen, Medizinern und Neurobiologen, fordert eine Überarbeitung der Empfehlungen. Pressemitteilung des Bündnisses für humane Bildung vom 23.6.2026

Kein Leserbrief: KI in der Grundschule – eine gute Idee?

Zu früh? Oder gar zu spät? So beginnt ein (Werbe)Beitrag in der Rubrik „unterrichtspraxis“ der GEW-Zeitschrift „bildung&wissenschaft“ (Heft 5/2026) zur Frage, ob KI schon in der Grundschule als Thema und Anwendung verankert werden müsse. Die Antwort (samt z.T. kostenpflichtiger Downloadangebote) lautet schlicht „Ja“ – und ist schlicht falsch.

Paradigmenwechsel

Nach der SPD (Positionspapier vom 16.2.2026) beschließt auch der CDU-Parteitag (Februar 2026, Stuttgart) einschneidende Social-Media Regelungen. Peter Hensinger (diagnose funk) fasst die Entwicklung in seinem Beitrag zusammen. Denn nur noch Rechtspopulisten (AFD, CSU/Söder) und Die Linke verkürzen den notwendigen Kinder- und Jugendschutz gegen die kommerzielle Ausbeutung durch Tech-Konzerne auf eine Verbotsdebatte. (rl)

Warum GenAI in der Schule mehr schadet als nutzt

Seit November 2022 sind Apps der „generativen Künstlichen Intelligenz“ (genAI) auf dem Markt. Wie nicht anders zu erwarten, fordern Anbieter, Wirtschaftsverbände und die üblichen Stiftungen den KI-Einsatz in Schulen und Bildungseinrichtungen, begleitet von den üblichen Digitalenthusiasten, Influencer und „Bildungsaktivisten“. Dumm nur, dass man wenig lernt, wenn man diese „Bullshit Generatoren“ (Stallmann, 2026) im Unterricht und (Hoch)Schulen einsetzt statt sich selbst etwas zu erarbeiten.

Menschliche Intelligenz, nicht KI, gehört ins Abitur

Warum beim Schreiben von Leitartikeln logisches Denken helfen würde. Im Spiegel vom 29.10.2025 titelt Armin Himmelrath, Künstliche Intelligenz (KI) gehöre nicht nur als Thema, sondern als technisches Hilfsmittel ins Abitur. Analoge Klausuren seien ein Irrweg. Die Argumentation ist so technikdeterministisch wie in der Sache falsch. Replik auf einen Spiegel-Leitartikel. Von Ralf Lankau