Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule existiert nicht mehr
Die Kinder, die seit Monaten im Distanzlernen sind, bekommen keine adäquate Bildung.
Über die notwendige Besinnung auf das Erziehen und Unterrichten
Die Kinder, die seit Monaten im Distanzlernen sind, bekommen keine adäquate Bildung.
Einen bornierten Bildungsbegriff bescheinigt der Dirigent Kent Nagano den Ländern, die ihr Bildungssystem am PISA-Diktat ausrichten. Ein Land gelte als vorbildlich, wenn es beim normierten und normierenden Pisa-Test gut abschneide.
Prozesse des Lehrens und Lernens zu digitalisieren ist kein Fortschritt, sondern die Wiedereinführung von Drill und Kontrolle, diesmal durch Algorithmen und das Arbeiten an Display und Touchscreen.
In vielen Bundesländern sind im Gefolge von PISA Verfahren sogenannter „Qualitätssicherung“ eingeführt worden. Die Stellungnahmen der Kollegen Burchardt, Felten und Krautz für das Ministerium im Rahmen der Landtags-Anhörung in Nordrhein-Westfalen zeigen den Widersinn dieser Maßnahmen.
In Finnland lernen Kinder ab 2016 keine Schreibschrift mehr: zu mühsam und nicht zeitgemäß. Das Schreiben mit Druckbuchstaben und Tippen am Touchscreen sei völlig ausreichend, meint das Bildungsministerium. http://bildung-wissen.eu/kommentare/die-neue-finn-schrift-druckbuchstaben-und-tippen-am-display.html (21. Januar 2015)
Wieder einmal wird eine internationale, empirische Studie zu Schulleistungen veröffentlicht, die International Computer Information and Literacy Study (ICILS). Achtklässler aus 19 Ländern sollten im Test zeigen, welche Programme sie bedienen…
“Was möchtest du heute machen, ein Schleichdiktat oder eine Rechenaufgabe?“” Heike Schmoll beschreibt in der FAZ vom 8. Juli 2014, wie Grundschulkinder das Schreiben verlernen.
Wer am 2. April 2014 die Tageszeitungen daraufhin durchschaute, findet unter anderem eine Pressemeldung der OECD: „PISA – Beim kreativen Problemlösen liegen deutsche Schülerinnen und Schüler im oberen Mittelfeld.“
lautet der Titel eines Beitrags des Philosophen Odo von Marquardt aus dem Jahr 1974 und zeigt schon durch dieses Wortungetüm, wie inhaltsleer und beliebig besetzbar der Kompetenz-Begriff ist. Mit dem ihm eigenen Humor schreibt Marquardt in diesem Aufsatz „Über die Kompetenz und Inkompetenz der Philosophie“. Da war allerdings noch nicht einmal ansatzweise die Rede von … Weiterlesen
Rezension zu Stefan Kühl: Sudoku. Hochschulen im Teufelskreis der Bürokratie. Eine Streitschrift, Bielefeld: transscript, 2012