Wenn Messen das Denken ersetzt

oder: Statistik von Bildungsökonomen Wie es der Zufall wollte, erschienen Ende September 2013 zwei Beiträge zu empirischer Bildungsforschung, die sich in ihrer Argumentation und den Kernaussagen gegenseitig ausschließen. In der Zeit erschien ein Interview mit den beiden Bildungsökonomen Eric Hanushek (Stanford) und Ludger Wößmann (ifo Institut für Wirtschaftsforschung und Professor für Bildungsökonomik an der LMU, … Weiterlesen

Neuro-Alarm und Neuro-Nonsens

„Neuro-“ sichert Aufmerksamkeit, egal, was man anhängt. In Verbindung mit bunten Bildern von „Gehirnen bei der Arbeit“ lässt sich manches medienwirksam behaupten, was weder einer wissenschaftlichen noch einer auch nur journalistischen Recherche standhielte.

MOOC & Co. oder: Das Lernen verlernen

Wer in der Presse über MOOC (Massive Open Online Courses: Lehrvideos und Begleitmaterial im Netz) liest, kann sich vor Superlativen kaum retten. „Ein digitaler Tsunami. The next big thing. Eine Revolution.“ …

Schulen im Netz der Datensammler

Es ist erstaunlich, wer alles von der „vernetzten Welt“, vom globalen Dorf und dem grenzenlosen Austausch von Information spricht, immer weitere Vernetzungen fordert und gleichzeitig blind ist für das tatsächlich schon aufgespannte Netz, in dem wir zappeln. Ein Teilaspekt dieser Digital- und Netzeuphorie sowie deren Folgen betrifft schon jetzt die (Hoch)Schulen.

Digitales Lernen: Geschäftsmodell statt Unterricht?

„Digitales Lernen“ war eines der Hauptthemen der diesjährigen Didacta im Februar in Köln. „Digitales Lernen“ ist der Titel eines Berliner Magazins. Wer recherchiert, wird weitere Beispiele für „digitales Lernen“ finden. Man muss einen Beitrag über „Digitales Lernen“ daher heute zwangsläufig mit einer Banalität beginnen: Kein Mensch lernt digital.

Hochschulautonomie auf bayerisch

Der „Aktionsrat Bildung“ hat ein neues Expertengutachten herausgegeben: „Qualitätssicherung an Hochschulen: von der Akkreditierung zur Auditierung“.  Werden die Hochschulen wieder autonom(er) in der Gestaltung der Studiengänge und Curricula oder ist es ein weiterer Schritt der Zentralisierung?

Digitales Lernen: Geschäftsmodell statt Unterricht?

„Digitales Lernen“ war eines der Hauptthemen der diesjährigen Didacta im Februar in Köln. Man muss einen Beitrag über „Digitales Lernen“ daher heute zwangsläufig mit einer Banalität beginnen: Kein Mensch lernt digital. Digital ist weder der Mensch noch das Lernen, digital codiert sind Medieninhalte und Medien.

MOOC: Lernsklaven und Klick-Bildung

Wissen Sie, was MOOC sind? MOOC steht für „Massive Open Online Courses“ und bezeichnet kurze Videos (9 bis ca. 15 Minuten), die man im Netz ein- oder mehrmals anschaut und anschließend Multiple Choice-Fragen dazu beantwortet. Diese Online-Kurse werden nicht als Online-Kurse vermarktet, sondern als „Universitäten der Zukunft“.

Systemfehler. Oder: Es gibt kein richtiges Leben im digitalen.

Digitalien ist das neue Utopia. Internet und Web gelten als Fundament der Wissensgesellschaft und als Leitmedien der Zukunft. Mitmachen ist Pflicht, schon für Kinder und Jugendliche. Auch einer der mittlerweile obligatorischen Kompetenzbegriffe wird benutzt, in diesem Fall „Medienkompetenz“. Beitrag von Ralf Lankau zu den 16. Buckower Mediengesprächen „Die vernetzte Welt: Eine Herausforderung an tradierte gesellschaftliche Normen und Werte, hrsg. von Klaus-Dieter Felsmann (2012)

Große Aufregung über große Lücken

Große Aufregung herrscht aktuell über eine neue Studie zur Lese- und Schreibkompetenz (genauer: Inkompetenz) von Studierenden. Erstsemester hätten massive Lücken in Rechtschreibung und Orthographie, der Beherrschung von Grammatik und Syntax. Auch gebe es, so der Bayreuther Philologieprofessor und Vorsitzende des Philosophischen Fakultätentages Gerhard Wolf am Montag im Deutschlandradio Kultur, “mangelnde Fähigkeiten, selbständig zu formulieren und … Weiterlesen