Vom Verzicht auf Erkenntnis und dem Verschwinden von Wissen

In diesem Beitrag stellt Birgit Spies dem heliozentrischen Weltbild des Aristarchos von Samos (ca. 300 Jahre v. Chr.) das geozentrische Weltbild des Christentums gegenüber, um zu verdeutlichen, dass auch historisch und naturwissenschaftlich valides Wissen interessengeleitet negiert werden kann. Gott hat die Welt in sechs Tagen erschaffen und die Welt ist eine Scheibe. Oder nicht? Ein Plädoyer für kritisches Denken und Reflektieren (nicht nur) in Bildungseinrichtungen.

Meta: Noch mal den Kopf aus der Schlinge gezogen …

Warum der „Deal“ der US-Behörden mit Meta dem Unternehmen nutzt und konsequenten Jugendschutz verhindert. Zwar muss Meta bis zu 16,7 Mrd. US-Dollar bezahlen und Funktionen seiner Social Media-Tools Facebook und Instagram ändern. Doch ist das wenig im Vergleich zu schon jetzt angerichteten Schäden und vor allem ein Freibrief für weitere Geschäfte. Immerhin zeigt sich, dass der juristische Weg gegen Tech-Konzerne erfolgreich ist und Vorbild für Deutschland und Europa sein sollte, auch wenn mit neuen Tricks und „features“ der Tech-Monarchen zu rechnen ist.

Der Vergleich zwischen Meta und US-Bundesstaaten als Anfang

Die Klage von ursprünglich 29 US-Bundesstaaten gegen Meta, der sich weitere US-Bundesstaaten und Districte angeschlossen haben, endete (vorbehaltlich der gerichtlichen Bestätigung) mit einem Vergleich. Meta zahlt 16.7 Mrd. Dollar und verpflichtet sich, Funktionen und Designelemente zu ändern um Kinder und Jugendliche zu schützen. Das sollte auch für die EU gelten …

Handyverbot an Frankreichs Gymnasien zum neuen Schuljahr

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat ein entsprechendes Gesetz zum neuen Schuljahr in Kraft gesetzt. Das Handyverbots galt bereits für die Grund- und Mittelstufe und wird jetzt für die Gymnasien übernommen.

Ziad Mahayni (II): KI in der Schule verändert das Leben, das Denken und das Lernen …

… wenn man sich von Tech-Monopolen und Software entmündigen lässt. Der Karlsruher Professor für Angewandte Ethik, Dr. phil. Ziad Mahayni, hat eine scharfe Kritik „Wozu lernen, wenn KI schon alles weiß?“ an der Einführung von KI im Bildungswesen publiziert. Von Peter Hensinger

OECD bestimmt Unterrichtsinhalte zu KI …

… und liefert auch gleich das Unterrichtsmaterial. Wer wissen will, wie ungeniert Wirtschaftsunternehmen Einfluss nehmen auf Bildungseinrichtungen weltweit, sollte einen Blick auf die Lobbyarbeit der OECD werfen. Diese Wirtschaftsorganisation bestimmt zunehmend, was unterrichtet wird, weil es in den von ihnen inszenierten PISA-Tests abgeprüft wird. Dazu gehört ab 2029 die sogenannte „Künstliche Intelligenz“ (KI), obwohl sich schon heute in immer mehr Studien zeigt, dass KI in Schulen mehr schadet als nutzt.

Mehr Ressourcen?

«Mehr Ressourcen» ist zur Standardantwort geworden, wenn die Schweizer Schule an ihre Grenzen stösst. Die neue Studie zur integrativen Schule liefert dafür gewichtige Gründe. Doch Ressourcen sind Mittel, kein pädagogisches Konzept. Die entscheidenden Fragen werden nicht gestellt: Was bewirken die Reformen im Unterricht? Helfen sie dem Kind, besser zu lernen? Von Von Carl Bossard

Warum Freiheit Halt braucht

Zum Schulstart richtet sich der Blick auf neue Kompetenzen, digitale Möglichkeiten und die Anforderungen der veränderten Welt. Doch bevor Kinder selbstständig denken, urteilen und Verantwortung übernehmen können, brauchen sie etwas Grundlegenderes: Halt. Freiheit wächst aus Erfahrung, Begleitung und Vertrauen. Von Carl Bossard

Weitere Millionenstrafe gegen Meta wg. Kindesgefährdung

Ein Gericht im US-Bundesstaat New Mexico hat den Facebook-Mutterkonzern Meta aufgrund mangelnden Kinderschutzes zur Zahlung von 567 Millionen Dollar verurteilt. Das Unternehmen wurde bereits im im März 2026 zu einer zivilrechtlichen Strafe von 375 Millionen Dollar verurteilt, weil Geschworene entschieden hatten, dass Meta wissentlich die psychische Gesundheit von Kindern geschädigt und Informationen über sexuelle Ausbeutung von Kindern auf seinen Plattformen verschwiegen habe.

Frühe Nutzung sozial nur genannter Medien mindert Schulleistung

Eine Studie mit über 5000 Schülern bestätigt (einmal mehr), was „an sich“ jeder weiß: Wer seine Zeit auf Zeitfressern wie TikTok, Instagram und Co. vertrödelt, kann in dieser Zeit nichts Sinnvolles tun, Lernen zum Beispiel, Sport treiben oder mit anderen spielen. Bekannt als Zeitverdrängungsthese zeigt die italienische Studie Minderleistungen in Schulfächern als Folge der Bildschirmzeiten nach.