Startchancenprogramm im Fehlstartmodus

Die Kommunalverwaltung sagt, dass eine Grundschule keine Vollzeit-Sekretärin braucht. Sie sagt, dass sich die Sekretariatstätigkeit in den letzten 20 Jahren nicht wesentlich verändert hat. Deshalb lehnt sie eine Aufstockung der Sekretariatsstellen ab. Außerdem könne man doch wohl dem Schulleiter in minimalem Umfang diese Tätigkeiten durchaus zumuten. Von Hubert Luszczynski

Zehn Jahre „Digitale Bildungsrevolution“ – eine Bilanz

Im Jahre 2015 ist das Buch „Die Digitale Bildungsrevolution. Der radikale Wandel des Lernens und wie wir ihn gestalten können“ erschienen. Der folgende Beitrag zieht nach zehn Jahren Bilanz und geht den Ursachen für das Verfehlen des damals formulierten Anspruchs nach. Ein Beitrag von Dr. Burkard Chwalek

KI in den Händen der verantwortungslosesten und käuflichsten unserer Techniker

Wirtschaftliche Interessen sind wichtiger als Technikfolgeabschätzung und Verantwortung für mögliche Folgen. Diese Bedenken formulierte Norbert Wiener bereits 1947 in der ersten Auflage seines Kybernetik-Buchs „Cybernetics. or Control and Communication of the Animal and the Machine“

Umsetzung der Kinderrechte im digitalen Umfeld

Umsetzung der Kinderrechte im digitalen Umfeld. Eine nordische Erklärung. (Implementing Children’s Rights in the Digital Environment. A Nordic Declaration). Nichtoffizielle Übersetzung des Papiers vom Mai 2023.

Plädoyer für einen bildungswirksamen Unterricht

Zuhauf erscheinen Schriften über Bildung. Vielfach beleuchten sie Nebenaspekte des Unterrichts. Nicht so das Buch «Gute Bildung sieht anders aus». Die Publikation will den Blick weiten und das Lernen mit der Sinnperspektive verbinden. Von Carl Bossard

​Großbritannien: Ende der Digital-Euphorie

Der Bildungsausschuss des britischen Unterhauses, ‚House of Commons‘ (HoC), hat am 23. Mai 2024 seinen vierten Bericht der Sitzungsperiode 2023-24 veröffentlicht. Darin analysiert die Kommission Auswirkungen von Bildschirmzeiten auf Bildung und Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren und formulieren konkrete Empfehlungen für Schulträger, Eltern und den Gesetzgeber.

Ahnungslos begeistert oder jemandem auf den Leim gegangen?

Je weniger Ahnung jemand von Technik hat, desto größer ist die Begeisterungsfähigkeit. Diese Beobachtung machte bereits der Computerpionier Joseph Weizenbaum, als er 1966 den ersten ChatBot Eliza publizierte. Begeisterung ohne Fach- und Sachkenntnis zeigt auch die Fraktion der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Andreas Schwarz bei der unreflektierten Forderung nach KI-Einsatz an Schulen. Von Ralf Lankau

Sprich mit mir und lies mir vor

„Wenn Sie wollen, dass Ihre Kinder intelligent sind, lesen Sie ihnen Märchen vor. Wenn Sie wollen, dass sie intelligenter werden, lesen Sie ihnen mehr Märchen vor.“ Dieses Zitat wird Albert Einstein zugeschrieben und zeigt ein humanes Verständnis von Bildungs- und Entwicklungsprozesses. Die heute übliche Fixierung auf digitale Endgeräte und Bildschirmmedien schon in der Kita verweist hingegen auf ein technizistisches und utilitaristisches Verständnis von Lernprozessen. Statt Schulen mit Tablets zu fluten sollte man den Papstbrief lesen und das Geld in Bücher und Literatur investieren.

Das Silicon Valley: Räuber und ihre Anwälte

Wer bislang noch Illusionen gehabt haben sollte über das Vorgehen der IT-Monopole aus dem Silicon Valley und deren Umgang mit Nutzerdaten oder Mitbewerbern, sollte den Vortrag von Eric Schmidt an der Stanford Business School hören oder lesen. Da Schmidt glaubte, dass es sich um eine interne Veranstaltung handelt, sprach er ungewohnt offen über Akteure, StartUps und den internationalen Wettbewerb. Von Ralf Lankau