Das Schreiben verlernen – schon in der Grundschule
“Was möchtest du heute machen, ein Schleichdiktat oder eine Rechenaufgabe?“” Heike Schmoll beschreibt in der FAZ vom 8. Juli 2014, wie Grundschulkinder das Schreiben verlernen.
Über die notwendige Besinnung auf das Erziehen und Unterrichten
“Was möchtest du heute machen, ein Schleichdiktat oder eine Rechenaufgabe?“” Heike Schmoll beschreibt in der FAZ vom 8. Juli 2014, wie Grundschulkinder das Schreiben verlernen.
Wer einen Einblick in demotivierende und im Kern inhumane Folgen des permanenten Umbaus der Bildungseinrichtungen werfen möchte, kann dies als Kolletaralschäden bei den Schwächsten in diesem System ablesen: gescheiterten Schüler(inne)n und Studienabbrechern.
Propaganda ist die Methode, Menschen glauben zu machen, sie würden von sich aus wollen, was sie wollen sollen, so jedenfalls Edward Bernay (1928). Diese Form der Propaganda erlebt man derzeit bei Digitaltechniken, explizit bei der Berichterstattung über “digitales Lernen” und MOOC (Massive Open Online Courses).
Die Bologna-Falle. Der Präsident der Universität Hamburg, Dieter Lenzen, benennt das derzeitige Desaster an den deutschen Hochschulen und die Ursachen korrekt, scheut aber die notwendigen Konsequenzen.
Wer am 2. April 2014 die Tageszeitungen daraufhin durchschaute, findet unter anderem eine Pressemeldung der OECD: „PISA – Beim kreativen Problemlösen liegen deutsche Schülerinnen und Schüler im oberen Mittelfeld.“
Gegenwärtige Praxis und Alternativen. In: bwp@ Spezial 6 – Hochschultage Berufliche Bildung 2013, Fachtagung 13, hrsg. v. BUETHER, A./ HEINEN, U., 1-18.
oder: Wie man aus fünf Prozent 25 macht und gegen 70 Prozent verrechnet
„Neuro-“ sichert Aufmerksamkeit, egal, was man anhängt. In Verbindung mit bunten Bildern von „Gehirnen bei der Arbeit“ lässt sich manches medienwirksam behaupten, was weder einer wissenschaftlichen noch einer auch nur journalistischen Recherche standhielte.
Glaubt man Jörg Dräger vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), kann man „Bildung wie Anzüge von der Stange“ kaufen. So jedenfalls beginnt er seinen Beitrag in der ZEIT vom 21. November 2013, um neben der „Digitalisierung der Bildung“ deren „Personalisierung“ das Wort zu reden.
Wer in der Presse über MOOC (Massive Open Online Courses: Lehrvideos und Begleitmaterial im Netz) liest, kann sich vor Superlativen kaum retten. „Ein digitaler Tsunami. The next big thing. Eine Revolution.“ …