Bildung und KI: Die Empfehlungen des Deutschen Ethikrats

Der Deutsche Ethikrat hat eine Stellungnahme zu den die Auswirkungen digitaler Technologien auf das menschliche Selbstverständnis und Miteinander veröffentlicht. Im aktuellen Infobrief 01/2023 sind die Empfehlungen u.a. für Bildung separat abgedruckt. Diese Empfehlungen werden hier zur Verfügung und zur Diskussion gestellt, da sie direkte Auswirkungen auf das Unterrichten und den Einsatz (oder Nicht-Einsatz) solcher Technologien) begründen.

Soziale Medien und psychische Gesundheit junger Menschen

Mit der Veröffentlichung „Social Media and Youth Mental Health“ lenkt der Surgeon General der US-Gesundheitsbehörde die Aufmerksamkeit des amerikanischen Volkes auf ein dringendes Problem der öffentlichen Gesundheit: die Folgen des Umgangs mit Social Media Apps. Übersetzung von Dr. med. Uwe Büsching

Karolinska-Institut (Schweden): Stellungnahme zur nationalen Digitalisierungsstrategie in der Bildung

Die schwedische Regierung machte ihre Entscheidung, Vorschulen verpflichtend mit digitalen Geräten auszustatten, rückgängig. Die neue Position fußt wesentlich auf der (hier in Schwedisch und Deutsch zur Verfügung gestellten) Stellungnahme des Karolinska Instituts. Von Peter Hensinger und Ralf Lankau.

Kinder brauchen Erwachsene

Eine neue Sicht deutet pädagogisches Denken und Handeln primär vom Lernenden her. Das ist sicher förderlich. Nur marginalisiert dieser Kulturwandel in den Schulen das Bedeutsame der Lehrerin und degradiert den Lehrer zum Lernbegleiter. Ein kritisches Gegenhalten. Von Carl Bossard

Humane Energie kommt aus Freiheit

Viele Schulreformen kommen in guter Absicht. Nur fragen sie kaum: «Was bedeutet das für die Klasse, für die Lehrperson, für das Gesamte?» Genau das aber fragt Björn Bestgen. Carl Bossard kommentiert in der CH Media das aufrüttelnde Interview – dies unter dem Stichwort: Wenn Überkomplexität das Entscheidende der Schulbildung erschwert.

Lehrpersonen gäbe es genug, aber sie bleiben nicht im Beruf

Die Schweizer Schulen suchen nach wie vor qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer; ausgebildet werden eigentlich genügend. Doch viele wandern ab oder reduzieren ihr Pensum. Die Bildungspolitik aber ignoriert die Ursachen des Problems; sie schaut weg. Von Carl Bossard (publiziert in: NZZaS, 1. Juni 2023, S. 19)

Wenn Überkomplexität das Entscheidende erschwert

Mit dem Lesen steht es bei den Jugendlichen nicht zum Besten. «Ein Drittel kann kurz vor dem Schulabschluss nicht richtig lesen und schreiben», verkündete ein Medienbericht vor Kurzem. Er liess aufhorchen. Lesestudien verraten die Hintergründe. Von Carl Bossard

Berliner Erklärung und Offener Brief gegen eine Verengung des Bildungsdiskurses

Die Unterzeichnenden sehen in der Arbeit der SWK und dem daraus erwachsenden Gutachten unterstützenswerte Anliegen, widersprechen jedoch der alleinigen Konzentration auf a) die Minimalstandards, b) die im Gutachten genannten zwei Fächer/Fachdomänen Mathematik, Deutsch) und c) ein monomethodisches Kompetenzverständnis.

Von unantastbaren pädagogischen Heiligtümern

«Nolite turbare circulos meos!» Störet meine Kreise nicht! So soll der griechische Mathematiker Archimedes von Syrakus ausgerufen haben, als 212 vor Christus römische Soldaten die Stadt stürmten und in seinen Garten eindrangen. Der Gelehrte hatte Kreise in den Sand gezeichnet und war ganz in Gedanken vertieft. Er ignorierte die Gefahr. Das kostete ihn das Leben. Von Carl Bossard