Doof gebor’n wird keiner, doof wird man gemacht …

Künstliche Intelligenz, Avatare, (Chat)Bots und Digitalpakte: Das ABC der Dehumanisierung von Schule und Unterricht

Von Ralf Lankau und Peter Hensinger, in: umwelt – medizin – gesellschaft | 39 | 1-2026

Die Bundesregierung hat den Digitalpakt Schule 2.0 verabschiedet. Seine Ziele sind im Koalitionsvertrag festgelegt: Eine datengestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung, basierend auf einer Schüler-ID (Identifikationsnummer) mit dem Ziel des autonomen Unterrichts durch „selbst adaptive, KI-gestützte Lernsysteme“. Das Erfassen der Lern- und Denkprozesse der Schüler erfolgt über die Speicherung der Lerndaten unter der Schüler-ID. Dafür soll statt mit Büchern mit Tablets unterrichtet werden, die über den Rückkanal in Echtzeit die Daten liefern, mit denen ein Algorithmus das Lernen steuern kann. Die Öffentlichkeit und selbst Lehrerverbände realisieren noch immer nicht, was das bedeuten wird. Es findet keine Reflexion statt, welche Ideologie und pädagogische Konzeption diese Maßnahmen bestimmen und warum sie noch tiefer in die Bildungskatastrophe führen werden.

Der Text (13 Seiten mit Literaturliste und Quellen) als PDF-Datei:

Lankau/Hensinger (2026 UMG)_„Doof gebor’n wird keiner, doof wird man gemacht …“ (PrePrint)