KI-Chatbots erhöhen riskanten Medienkonsum
Unter dem Titel „Falsche Freunde“ hat die DAK-Gesundheit in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) die DAK-Mediensuchtstudie des UKE als Längsschnittuntersuchung publiziert.
Die Studie
- Gemeinsame Untersuchung von DAK-Gesundheit und Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
- 2019-2025: Acht Erhebungswellen mit jeweils rund 1.000 Eltern-Kind-Dyaden
- Weltweit einmalige Längsschnittstudie zeigt die Entwicklung problematischer Mediennutzung:
- Gaming, Social Media und Streaming: So groß ist die Mediensucht bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland
- In diesem Jahr werden erstmals auch Risiken von KI-Chatbots analysiert
Etwa 1,5 Millionen Kinder nutzen soziale Medien problematisch. Etwa350.000 Kinder und Jugendlichen sind süchtig nach Social Media. Jeder zehnte Jugendliche fühlt sich von KI besser verstanden als von echten Menschen. Fast 8 Prozent der Kinder und Jugendliche KI-Chatbots nutzt, um weniger einsam zu sein. Die Studienleiterin Kerstin Paschke warnt davor, dass junge Menschen eine emotionale Bindung zum Chatbot entwickeln (könnten), die mit psychischen Belastungen einhergehe und problematische Nutzungsmuster begünstige.
„Die anhaltend hohe Mediensucht zeigt den großen Handlungsbedarf. Für eine sinnvolle Altersregulierung braucht es jetzt eine rasche gesetzliche Regelung bis zur Sommerpause. Damit erste Maßnahmen dann bereits im kommenden Schuljahr greifen, sollten wir unabhängig von einer EU-weiten Lösung handeln“, sagt DAK-Vorstandschef „Der wachsende Trend der Chatbot-Nutzung zeigt, dass wir es mit einer neuen Qualität digitaler Medien zu tun haben. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Vermittlung von Medienkompetenz in der Schule.“ ( Pressemedlung)
Themen der Studie:
- Nutzungszeiten (Gaming, Social Media, Online-Videos)
- Prävalenzen problematischer Nutzung (Gaming, Social Media, Online-Videos)
- Elterliche Medienerziehung
- gKI-Chatbot-Nutzung
DAK-Pressemeldung
DAK-Suchtstudie untersucht Jugendtrend: KI-Chatbots erhöhen riskanten Medienkonsum
Präsentation zur Studie
FALSCHE FREUNDE?! Fortnite, TikTok&ChatGPT: So verstärkenneue Trends Mediensucht
Zitationsvorschlag
Wiedemann, H., Busch, K., Schlichter, N., Gebhardt, L., Paschke, K.* (2026). Problematische Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Ergebnisbericht 2025/2026. Ausgewählte Ergebnisse der achten Erhebungswelle im September/Oktober 2025. DAK-Gesundheit. Verfügbar unter: www.dak.de/mediensucht
Siehe auch (heise online):
KI-Chatbots im Kinderzimmer: Experten warnen vor emotionaler Bindung