Stellungnahme der Wissenschaftliche Fachgesellschaften und Verbänden der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPP) – und notwendige Kritik von Dr. med. Uwe Büsching, Kinder- und Jugendarzt, Bielefeld
Die Wissenschaftliche Fachgesellschaften und Verbänden der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPP) haben ein notwendiges und sinnvolles Statement derjenigen Berufsgruppen formuliert, die beruflich und dadurch täglich mit den schlimmsten Folgen der Digitalisierung im Kindes- und Jugendalter konfrontiert werden. Umfangreiche Empfehlungen, sinnvolle Forderungen und Fachliteratur wurden zusammengetragen, was für den weiteren Diskurs hilfreich sein kann.
Nur wurden (einmal mehr) Positionen der IT-Wirtschaft und Lobbyverbände unkritisch und unreflektiert übernommen, die in dieser Kritik ausformuliert sind. Das größte Problem der Stellungnahme ist zum Beispiel, dass digitale Bildschirmmedien und vor allem kommerzielle Netzdienste der sozial nur genannten Applikationen als selbstverständlich vorausgesetzt werden. Das ist, selbst in der (Bildungs-)Politik, das übliche Narrativ statt klar zu formulieren, dass die Allgegenwart von Smartphones und Internet, Web und App massive psychische und soziale Probleme bei Minderjährigen hervorruft und nur den Herstellern bzw. den Vertretern der Datenökonomie nutzt.
Dieser Text (41 Seiten) formuliert die notwendige Kritik (Textfarbe rot) direkt im Text der Stellung der Wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Verbände (Textfarbe schwarz) und verdeutlicht so die notwendigen Änderungen im eigene Denken und in den Formulierungen, um tatsächlich hilfreich zu sein beim Schutz Minderjähriger im Umgang und Zugang zu digitalen, kommerziellen Diensten.
PDF: Nutzung digitaler Medien und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, Text und eingearbeitet Kritik (April 2026)