Weitere Millionenstrafe gegen Meta wg. Kindesgefährdung

Ein Gericht im US-Bundesstaat New Mexico hat den Facebook-Mutterkonzern Meta aufgrund mangelnden Kinderschutzes zur Zahlung von 567 Millionen Dollar verurteilt. Das Unternehmen wurde bereits im im März 2026 zu einer zivilrechtlichen Strafe von 375 Millionen Dollar verurteilt, weil Geschworene entschieden hatten, dass Meta wissentlich die psychische Gesundheit von Kindern geschädigt und Informationen über sexuelle Ausbeutung von Kindern auf seinen Plattformen verschwiegen habe.

Was Frances Haugen mit ihrem Buch „Die Wahrheit über Facebook“ (2024) öffentlich gemacht hat – das Unternehmen Meta und Marc Zuckerberg persönlich wussten um die Gefährdung von Kindern und Jugendlichen durch Facebook, Instagram und Co., aber Geld verdienen war wichtiger als Jugendschutz – hat jetzt zum zweiten Mal rechtliche und hohe finanzielle Folgen. Nach 357 Millionen Dollar im Frühjahr 2026 wurde Facebook jetzt zu 567 Millionen Dollar Strafe verurteilt.

420 Millionen Dollar sollen für Behandlungsangebote für junge Menschen verwendet werden, die verbleibenden 147 Millionen Dollar sollen in den nächsten fünf Jahren u.a. in Aufklärung, Prävention und Vorsorgeuntersuchungen fließen. Die Staatsanwälte hatten den Richter schon im ersten Prozeß gebeten, Meta die Pflicht zu grundlegende Änderungen aufzuerlegen, etwa süchtig machende Funktionen einzudämmen, die Altersüberprüfung zu verbessern und die sexuelle Ausbeutung von Kindern durch standardmäßige Datenschutzeinstellungen und eine strengere Kontrolle über die Inhalte zu verhindern.

Der Generalstaatsanwalt von New Mexico, Raúl Torrez, sagte, das Urteil sende eine klare Botschaft: Unternehmen müssten zur Verantwortung gezogen werden, wenn ihre Produkte Kinder wissentlich Risiken aussetzten. (zit. n. DLF)